Samstag, 3. Oktober 2015

Minerva: Ein Übergangsritual

Quelle CD Haus der Frauen/C. Hillyer
Nach einem Wochenende voller lachen, reden, auch der Tränen und ganz viel Magie, genieße ich diese Stille um mich her.........
Lasse alles ganz langsam an mir vorbeigleiten, die Worte, das Lachen, das gemeinsame trommeln, das Chanten und vor allem das Ritual, was ich aus einem Blickwinkel „ hinter der Maske „ habe nur mitbekommen können. Dennoch waren es Bilder von Feuer, Rauch und Tanz. Ich höre innerlich noch die Gesänge, das Johlen, das pfeifen, stapfen und schreien, die Stimme der Alten Göttin halt in mir wieder.
Das wir gemeinsam so eine  persönliche und intensive magische Arbeit, eine Übergangszeremonie, so kraftvoll hinbekommen haben, zeugt davon, wie gut sich diese Gruppe von 12 Weibern versteht. Es passte alles. Der Zeitpunkt, die Mondphase, die Menschen und der Ort.
Ich gebe zu, einen Moment „“schnapp Atmung“ bekommen zu haben, als mich etwa 14 Tage vor dem treffen der Zauberfrauen, eine von ihnen um ein Übergangs Ritual zur Alten bat. Wir hatten wenig Möglichkeit es so kurzfristig mit den anderen Teilnehmerinnen zu planen  und so lief diese eigentliche Planung, dann erst am Samstag an, als alle da waren.
Aber von dem Moment an, als ich vor etwa einer Woche ,unverhofft auf einen Gegenstand traf, wecher im Ritual eine große Rolle spielte, da wusste ich, dass es genauso wird, wie es auch wurde:

Kraftvoll-Magisch- ein wenig Gruselig- 
aber vorallem : ein Übergang! 
Hekate , die da an der Lebenskreuzung steht...


Die Initiantin wurde am Samstagmorgen erst einmal den halben Tag zur „Visions suche“ geschickt und wir mussten uns austauschen und planen. In den Tagen vorher, besprach ich mich mit meiner Clan Schwester Kerstin, die ihre zauberhaften Ideen dazu beisteuerte und an diesem Samstag hatte niemand der Frauen ein Problem damit, so überfallen worden zu sein. Eher fanden sie es alle spannend und waren mehr als willig zu helfen und etwas beizusteuern.
Eigentlich fing diese Energie der Alten, des Loslassens und des Überganges schon am Freitagabend an und wurde stärker, je mehr wir uns damit auseinander setzten. Als wir dann alle wieder zu einem doch recht späten Mittagessen vereint waren, da stand das Konstrukt des Rituals fest. Unsere Visions-suchende kam nass aber glücklich und voller Erwartung zu uns an den Tisch. Gut, sie war heil zurückgekommen und hatte sich nicht verlaufen. Sogar das Meer hatte sie gesehen. Wie schön!
Natürlich war dieses Ritual nicht streng geplant, das war auch nicht der Sinn der Sache. Ich habe vor langer Zeit aufgehört Ritual Abläufe streng zu planen. Aber zumindest im groben wusste eine jede, was ihre Aufgabe war und die Symbolkraft unserer Handlungen war uns wichtig.
Ich denke, so viel darf ich verraten:
Die Probandin wurde von Hekate, der Alten und Göttin der Lebenswege, durch das Tor der Mütter in den Kreis geführt, um sich ihrer „alten Haut „zu entledigen. Sie wurde gereinigt und von ihrem Mensis Blut abgenabelt. Wer sonst, als eine Hebamme aus dem Zauberfrauen Kreis, bekam diese Aufgabe!
Gereinigt und in ihre neue Haut gehüllt, durfte die Initiantin der Göttin  drei Fragen stellen und bekam gleich drei Antworten. Jede der Frauen reichte ihr ein Stück ihrer neuen Haut für einen neuen Weg. Und als unsere Schwester dann gereinigt und erneuert da stand, erhielt sie Segenswünsche in Form schwarzer Spiralen, Samen und eine schwarze Göttin.
Dann wurde sie von Hekate durch das Tor der Alten, aus dem Kreis geführt und war wiedergeboren....
Ich muss nicht betonen, das es genau die richtige Zeit war. Vollmond, Zeit der Alten und dazu noch die Zahl der Frauen .Das offene Feuer, tanzen, trommeln, das war das , was mich bis weit in meinen Schlaf verfolgte. Und auch Hekate stand in dieser Nacht immer wieder vor mir, nahm mich an den Händen und bat mich zum Tanz mit ihr. In dieser Nacht war ich sie und sie war ich und raubte mir den Schlaf.
Am Morgen hatten wohl alle nicht viel geschlafen. Womit scheinbar aber jede gerechnet hatte. Es beschwerte sich niemand und alle waren gut gelaunt und hatten das Gefühl etwas wirklich Magisches getan zu haben. 
Nach einem ausgiebigen Frühstück und der Nachberechnung, schritten wir zum eigentlichen Ende der Initiations Zeremonie. Wir gingen alle zum Feuer, das sogar noch ein wenig warm war und unsere Neue Alte Hexenschwester, füllte die Reste des Rituals vom vergangenen Abend, in alle Hexenkessel, die wir  hatten.
Das war eine Eingebung die mir in der Nacht Hekate in mein Ohr geflüstert hatte,  während wir getanzt hatten und die Zauberfrauen fanden diesen Abschluss, den ich vorschlug sehr stimmig
Bewaffnet mit Trommeln und Rasseln wanderten wir mit vollen Kesseln zum nahen Siel Tief. Mit Gesang und lautem Jubel  ( wie gut das uns kaum einer hören kann) wurde die Asche dort in den Wind und das Wasser gegeben, so das alle Elemente befriedigt wurden und der Fluss des Lebens weiter fließen kann.


Erde -ich bin

Feuer-ich bin 
Wasser-ich bin

Luft -ich bin

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Liebe Leserin, lieber Leser
die Zauberfrauen bedanken sich für deinen Kommentar.
Dieser wird nach Sichtung freigeschaltet.